Internationales Rechbergrennen (A)

28. bis 29. April 2012

Veranstalter: MSC Bruck/Mur und STAMK Mürztal
Streckenlänge: 5050m
Großer Bergpreis v. Österreich, Europameisterschaftslauf
Der Rechberg ist wie alle Jahre eine große Herausforderung. Die über 5 km lange Strecke hat sehr schnelle Passagen, aber auch sehr viele Kurven, die man exakt fahren muss um an der Spitze mitmischen zu könnnen.
Eines der "Heimrennen" von Pailix. 2007 sensationelle Tourenwagenbestzeit 2.11.739
www.stamk-muerztal.at

Rennbericht

Perfektes sommerliches Wetter versprachdie Vorhersage fürs Rechbergwochenende.
Das 40 Jahre Jubiläum des EM Laufes sollte in jeder Hinsicht perfekt werden. Der Streckenabschnitt vom Start bis nach Waldausfahrt vor Lackner Raid war in den letzen Jahren schon sehr holprig geworden. Auflage der FIA war eine neue Asphaltdecke. Diese wurde auch tatsächlich durchgesetzt und rechtzeitig vor dem Rennen fertig.

Im Vorfeld gab es auch auf der Homepage des STAMK Mürztal umfassende Vorab-Berichterstattung und die Ankündigung eines Livestreams am Rennwochenende von 2 Positionen.
Ein besonderes Zuckerl gab es für die Fans, die einmal hautnah Rennfeeeling erleben wollten. 4 Autos vom Red Bull Ring Spielberg fungierten als Renntaxi und chauffierten vor jedem Lauf Gäste den Rechberg hinauf. Eines dieser Renntaxis( ein Mitsubishi Evo IX) wurde von Reinhard Schlegl pilotiert. Weitere Taxi Driver waren Driftstaatsmeister Alois Pamper auf einem BMW M3, Ex-Formel 1 Pilot Patrick Friesacher auf einem Original NASCAR und Nikolaus Mayr-Melnhof auf einem KTM –X Bow.Besonders bei den Bergabfahrten hatten auch die Fans in den Zuschauerrängen etwas von diesem Rahmenprogramm, denn Donuts mit qualmenden Reifen in den großen Kurven waren angesagt.
Mehr als 30 000 Zuschauer pilgerten demnach an diesem Rennwochenende wieder nach Tullwitz und sorgten für eine atemberaubende Atmosphäre.
Nicht optimal lief es für Pailix im Training. Der sehr rutschige Asphalt im Startbereich machte ihm zunächst, wie auch vielen anderen Piloten, zu schaffen. Im zweiten Lauf testete er höhere Sliks, die sich aber als ungeeignet herausstellten. Die Kupplung funktionierte nicht einwandfrei, kurze Aussetzer im Mittelteil und im Zielbereich, sowie ein paar Verschalter verunsicherten Pailix und ließen auch in Lauf drei keine Verbesserung der Zeit zu.
Im ersten Lauf fuhr er eine 2.17er Zeit. In den beiden folgenden 2.18er Zeiten. Damit blieb er an die drei Sekunden hinter seinen Zeiten der vergangenen Jahre, was doch recht enttäuschend war. Am Abend wurde daher eifrig am Lancia geschraubt, um noch Fehler zu finden ,damit am Rennsonntag zumindest technisch alles einwandfrei funktionierte und Pailix vielleicht doch noch mit einer Zeit ganz vorne überraschen konnte.
Mit neuem Elan ging es in den Rennsonntag. Im ersten Rennlauf konnte Pailix seine Zeit mit 2.16.613 zwar um zwei Sekunden steigern, was aber immer noch weit hinter den persönlichen Erwartungen lag. Dem Wagen fehlte es immer wieder an Leistung. Deshalb wurde auch in der Mittagspause erneut noch einmal alles überprüft und letztendlich ein Sensor ausgetauscht. Mit Erfolg. Im zweiten Rennlauf kommt Pailix bereits mit 20 km/h schneller zur Geschwindigkeitsmessung Lackner Raid. 208.57km/h schienen vielversprechend.
Mit einer 2.14.687 schiebt er sich in der Klasse E1 sogar noch an den dritten Platz hinter Sieger Hans Peter Laber (Ford Cosworth) und Rupert Schwaiger(Porsche).
Damit reiht er sich vor Rennsportgrößen wie Strobl Alexander, Dieter Höller oder Herbert Pregartner ein.Nach all den Enttäuschungen an diesem Rennwochenende doch noch ein erfreuliches und zufriedenstellendes Ergebnis fürs Pailix Team.
In der Gesamtwertung wird Erich Edlinger (Klasse E2)als Tourenwagengesamtsieger vor Hans Peter Laber und Rupert Schwaiger geehrt.
Ebenfalls am Rechberg am Start war Kerstin Taus, die am Samstag noch nicht ganz mit ihren Trainingszeiten zufrieden war. Sie konnte sich am Rennsonntag aber noch steigern und fuhr mit zwei gleichmäßigen 2.48er Zeiten auf Rang sechs in ihrer Klasse.

Bei den Formelfahrzeugen siegte der Italiener Simone Faggioli vor Landsmann Fausto Bormolini und dem Tschechen Milos Benes.
Kurz vor Ende des Rennens gab es eine Schrecksekunde als Milan Swoboda in einer Rechtskurve von der Strecke abkam und sich mehrmals überschlug. Er wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht

Berg-EM Rechberg 2012
Ergebnis

Bilder vom Rennen gibts unter folgenden Adressen

www.race-action.com
www.hillclimbfans.com
www.autosport.at

Pailix Rechberg 2012 Videos auf Youtube

Videolink Pfeifer Motorsportvideos
Videolink WB Video (Bernd Wolfschläger)


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